Blog / Framente

Und sonst so?

Wie bereits im letzten Beitrag erläutert möchte ich hier im Blog versuchen, die ganzen Dinge aus anderen sozialen Diensten und meinem Alltag in einer Art wöchentlichem Rückblick zusammen zu tragen. Bunt gemischt, privat und beruflich relevant werden diese ganzen Schnipsel unter #undsonstso abgelegt. Dann wollen wir mal =)

Den Großteil der Woche verbrachte ich in Berlin. Arbeiten. Hatte somit leider keine Zeit beim Spätzle-Anschlag als Forderung für einen autonomen schwäbischen Bezirk zu unterstützen. Nutzte die Zeit eher, um mal wieder ein paar Gedanken festzuhalten. Schon wieder.

Außerdem hörte ich “Er ist wieder da” von Timur Vermes fertig. Eine sehr lustige Geschichte, in welcher Adolf Hitler plötzlich im heutigen Berlin aufwacht. Das Internetz entdeckt und seine eigene Fernsehshow erhält. Vorgelesen von Christoph Maria Herbst. Alleine deswegen schon hörenswert.

Parallel dazu began ich mit einer Liebesgeschichte. Naokos Lächeln. Direkt und ehrlich erzählt Haruki Murakami die Geschichte von Toru, einem Student in Japan, der sich zum ersten Mal verliebt, den Tod eines Freundes verarbeiten muss und als Durchschnittsmensch in einem Durchschnittsleben eine besondere Frau lieben lernt. Wunderschönes Buch.

Genau so schön ist die Musik von Lonely Drifter Karen. Zufällig bin ich über das Album Poles gestolpert, welches Folk, Klassik, Pop und Rock auf eine sehr schöne Art vereint. Die österreichische Sängerin Tanja Frinta schafft es, Feierabende deutlich angenehmer zu gestalten. Eine ebenso tolle Entdeckung war City and Colour. Ein Akustik-Projekt von Dallas Green. Schön. Traurig. Warm. 

Ich suche außerdem gerade ein neues Laptop. Kann mich nicht entscheiden zwischen Macbook Air oder einem Lenovo Convertible wie beispielsweise dem neu vorgestellten Thinkpad Helix. Ich warte mal ab und diskutiere weiter über den IRL Fetish. Einer Entwicklung, die den Trend zur bewussten Ablehnung des Internets mit einhergehendem Stolz beschreibt… 

Zum Ausklang der Woche ging es dann noch mit Freunden an den Timmendorfer Strand. Glidmaßen abfrieren und Kakao trinken. Gefolgt von Möbelbummeln in der Wäscherei und Burgeressen im Down Under. Hach. Eine schöne Woche.

Jetzt geht es auf Nahrungssuche und danach zum Badminton. Wünsch euch einen guten Start in die Woche. Man liest, sieht oder hört sich. Irgendwo. =)

Schon wieder

Schon wieder das selbe Lied. Du bemerkst es nicht. Schaust weiter traumlos an mir vorbei. Deinen Namen habe ich vergessen, doch deinen Blick. Den kenne ich. Seit über einer halben Stunde treibt es uns über die Tanzfläche. Die Bewegung harmonisch. Das Echo monoton. Wolltest demnächst gehen, doch bleibst.

Schon wieder das selbe Getränk. Stoßen an und kippen das Zeug lachend den Abgrund hinunter. Dicht gefolgt von uns. Alles egal. Morgen wird keiner fragen, denn morgen sind wir wieder alleine. Kalte Füße unter dicken Decken. Serien auf dem Laptop. Die Erinnerung schwarz wie deine Strumpfhose. Zerrissen und abgegriffen.

Schon wieder die selben Berührungen. Körper, die mehr wollen, doch sich mit weniger zufrieden geben. Das Herz liegt zugekifft in der Zimmerecke. Kuschelt mit leeren Versprechungen. Die Nachttischlampe brennt in meinen Augen. Deine sind geschlossen. Ich folge dir.

Schon wieder dringt Licht ins Schlafzimmer. Schon wieder die selben Gedanken. Die selbe Verzweiflung. Die selbe Angst. Schon wieder die Faust geballt. Und der stille Schrei. Die Hoffnung. Das wird schon wieder.

Ein neuer Ansatz...

Wie jedes Jahr hatte ich mir auch heuer vorgenommen, mehr an dieser Stelle zu schreiben. Aber irgendwie passt es nicht. Zweizeiler landen auf Twitter. Genau wie Musik- und Filmempfehlungen. Gute Texte teile ich über quote.fm. Private Ereignisse bleiben es oder werden auf Facebook angerissen. Wozu also ein Blog, wenn es für alles eine für mich geeignete Plattform gibt. Johnny Häusler will, dass wir das Web zurückerobern. Ich will es irgendwie zusammenführen. Und deshalb versuche ich ab nächster Woche jeweils zum Wochenende alle Entdeckungen und Erlebnisse hier sammeln. Zu rekapitulieren und priorisieren. Ein bisschen wie Felix Schwenzel oder die Jungs von Third Wave.

Natürlich wird es auch weiter Texte geben. Zum Alltag an dieser Stelle. Zu Gefühlen woanders. Schauen wir mal =)

Dieses Gefühl zu wissen, dass es schön war. 
Dieses Gefühl zu wissen, dass es nicht wieder wird. 
Dieses Gefühl zu wissen, dass es anders wird.
Dieses Gefühl zu wissen, dass es wunderschön wird.

2013.

Ein wunderschönes neues Jahr wünsche ich euch. Ihr hattet hoffentlich erholsame Tage und einen guten Start. Ich selbst werde das neue Jahr zum Anlass nehmen, noch mehr Momente auszukosten. Fesselnde Filme, ausufernde Gespräche, Bücher, Spaziergänge, Umarmungen und dazu zuviel gutes Essen. =)

Deshalb hoffe ich, ihr seid auch ein wenig egoistisch: Sucht euch schöne Dinge. Macht und genießt. Teilt eure Erfahrungen. Und lasst euch nicht so viel rumschubsen, wie ich es manchmal zugelassen habe. Das wird ein schönes Jahr.

Und noch ein kleiner musikalischer Tipp aus dem letzten Jahr: Moses Pelham ist zurück. Ruhiger. Nachdenklicher. Auch bei TV Noir.